3 Dinge, die du vor dem Kopterkauf wissen solltest

1. Kosten

Eine Drohne ist nicht ganz billig. Ein neuer Kopter im mittleren Preissegment kostet je nach Hersteller und Ausstattung zwischen 400 – 900 EUR. Hinzu kommen noch die Jahresgebühr für die Haftpflichtversicherung für Luftfahrzeuge (50-80 EUR), zusätzliche Akkus (60 – 120 EUR) und ein Rucksack oder Koffer für den Transport (80 – 200 EUR).

Später wirst du dir sicherlich noch ND-Filter (ca. 15-20 EUR pro Stück) und Ersatz-Propeller (20 – 30 EUR für 4 Stück) zulegen. Vernünftige Bild- und Videobearbeitungssoftware, welche du vermutlich auch irgendwann brauchen wirst, kostet ebenfalls 80 – 100 EUR pro Lizenz. Und da die Nachbearbeitung sehr rechenintensiv ist, brauchst du vielleicht auch noch einen neuen PC oder Laptop (800 – 1200 EUR).

Ist noch Geld über?

Ein neues Tablet (400 – 600 EUR) wäre doch auch nicht schlecht, damit du ein besseres Live-Bild beim Fliegen hast.

Und so schnell sind  ~2500 EUR weg.

Du siehst, dass der Spaß eine ganze Menge Geld kostet, aber wenn du einmal Blut geleckt hast, ist das Hobby jeden Cent wert und du musst ja auch nicht alles auf einmal kaufen.

DJI Phantom 3 Advanced

2. Gesetzliche Einschränkungen

Insbesondere wenn du in einer deutschen Großstadt lebst solltest du dich vor dem Drohnenkauf mit den Flugbestimmungen in deiner Region beschäftigen. So ist zum Beispiel in der Nähe von Flughäfen absolutes Flugverbot für Kopter. Wenn du in Berlin Mitte wohnst bedeutet das für dich, dass du jedes Mal durch die ganze Stadt fahren musst, um deinen Kopter fliegen zu dürfen. Das kann auf Dauer ganz schön nerven und du solltest dir vorher die Frage stellen, ob du genügend Gelegenheiten haben wirst die Drohne zu benutzen.

Wenn du den Kopter brauchst, um deinem Kumpel im Nachbardorf im Ernstfall abends eine Schachtel Zigaretten vorbeibringen zu können, muss ich dich leider auch enttäuschen. Neben dem Ort sind in Deutschland auch die maximale Flugdistanz sowie die Flughöhe begrenzt (und noch vieles mehr).

DJI Phantom 3 Advanced Distance Limit 3

3. Technik

Etliche Hersteller suggerieren, dass ihre Drohnen Plug and Play Gerät sind. Akku rein und schon kannst du durch die Luft schwirren und perfekte Fotos machen. Die Realität sieht (leider) anders aus.

Neben den rechtlichen Bestimmungen, die man kennen muss, gibt es auch eine ganze Menge Technik mit der du dich beschäftigen solltest, wenn du den Kopter nicht beim ersten Flug mit einem Baum vermählen willst. RTH, VPS, CSC und viele weitere Features können dir das Fliegerleben deutlich erleichtern, aber bei Unwissenheit auch schnell zu Unfällen führen.

Oftmals sind Kopterpiloten am Anfang auch enttäuscht, weil ihre Bilder und Videos nicht so aussehen, wie die der anderen Flieger bei Facebook und in den Foren. Wenn du erwartest, dass du auf den Auslöser drückst und der Kopter dir filmreifes Material liefert, wirst du vermutlich schnell die Freude an dem Hobby verlieren, denn das funktioniert so leider nicht. Wie ein richtiger Fotograf musst du dich u.a. mit Belichtungszeiten, ISO-Empfindlichkeit und Bildnachbearbeitung beschäftigen, wenn du gute Ergebnisse erzielen willst.

Wenn du dich so gar nicht für Technik interessierst, dann ist eine Drohne vermutlich eher nichts für dich.

DJI Phantom 3 Standard Offenes Gehäuse

 


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