Das Reise-Drohnen ABC

Anse Bogjghhudin

Möchtest du mit einer Drohne in den Urlaub reisen? Hier findest du alle wichtigen Informationen von A-Z für einen reibungslosen Ablauf. Am Ende erwartet dich noch unsere persönliche Packliste. Viel Spaß beim Stöbern! 

Akku Boot CopterGuard Dokumente Einstellungen Filter Gesetze Hunde Illegal JelloEffekt Kalibrierung Luftfeuchtigkeit Minusgrade No Fly Zones Osmo Privatsphäre Rucksack Strandsand Transport Urlaub Versicherung Wasser Yellow-Stone Nationalpark Zubehör

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Akku

Du darfst maximal zwei Lithium-Polymer-Akkus (kurz LiPos) mit in den Flieger nehmen, welche ausschließlich im Handgepäck transportiert werden dürfen. Neben der Anzahl ist auch die Kapazität des Akkus entscheidend. Der Grenzwert pro Akku liegt bei 100 Wh (Wattstunden). Die Akkus dürfen meist ohne zusätzliche Bestimmungen der Fluggesellschaft mitgeführt werden. Möchtest du Lipos mit einer Kapazität von über 100Wh transportieren, dann musst du dir eine Sondergenehmigung der Fluggesellschaft einholen. Erst über der Grenze von 160 Wh muss der Akku als Gefahrengut aufgegeben bzw. gesondert transportiert werden.

Im Regelfall haben die meisten gängigen Modelle auch aus Gründen des vereinfachten Lufttransports eine Wattstundenzahl von unter 100Wh. Möchtest du trotzdem auf Nummer sicher gehen, dann kannst du dir die Kapazität schnell errechnen, sofern diese nicht schon direkt auf den Akkus aufgedruckt ist:

Wattstunden (Wh) ist die Einheit für die Energiemenge, sie errechnet sich aus der Strommenge multipliziert mit der Spannung (Ah * V):

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5,2 Ah x 11,1 V = 57,72 Wh

Nicht nur bezüglich der Anzahl und der Kapazität gibt es Regelungen, sondern auch über deren Transport. Wie schon erwähnt, dürfen LiPos ausschließlich im Handgepäck transportiert werden. Des Weiteren müssen die Kontakte abgeklebt und jeweils einzeln in Plastikbeuteln verpackt werden, um im schlimmsten Fall einen Kurzschluss der Kontakte zu verhindern, der wiederum zu einem Brand führen könnte.

Auf Direktflügen in die USA, ausgehend von Flughäfen in Europa, dem Nahen Osten oder Afrika musst du darauf achten, dass nur noch elektronische Geräte mit einem vollen Akku mitgeführt werden dürfen. Dies gilt somit auch für die LiPos des Quatrocopters. Die Funktionsfähigkeit der Akkus wird stichpunktartig von Sicherheitsleuten kontrolliert. Es soll verhindert werden, dass Akkus durch Sprengstoffzellen ersetzt werden. Sollte ein Akku nicht funktionieren, kann dieser am Flughafen zurückgelassen und nach der Reise wieder abgeholt werden. Erkundige dich am besten vor dem Flug noch einmal bei deiner Fluggesellschaft, ob es gesonderte Transportrichtlinien für die LiPos gibt.

Boot

Das Fliegen von einem Boot verspricht natürlich besonders tolle Bilder – ringsherum nur Wasser, das Schiff bietet als Objekt eine spannende Perspektive und man kann Orte filmen, an denen man so mit dem Kopter nicht kommen würde – jedoch birgt dieser Flugspaß auch einige Risiken.

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Viele Flieger vergessen beim Starten (vom Dach, Bug oder Heck des Bootes), dass sie die Drohne auch irgendwann wieder landen müssen. Selbst bei einem stehenden Schiff und bei leichtem Seegang kann dieses Abenteuer zu einer echten Herausforderung werden. Du kannst entweder abwarten, bis das Boot gerade steht und dann schnell manuell die Landung durchführen (auf keinen Fall die automatische Landefunktion benutzen!) oder die Drohne mit der Hand fangen.

Beide Varianten sind nicht ganz ungefährlich und könnten entweder zu einem Tauchgang des Kopters oder zu bösen Schnittverletzungen führen.

Ein weiteres Problem ist die Return-to-Home-Funktion (RTH), welche bei vielen Quadrokoptern mittlerweile standardmäßig aktiviert ist. Beim Starten des Gerätes wird automatisch die GPS Position gespeichert und der Kopter fliegt bei einem Signalverlust der Fernsteuerung oder bei einem zu geringen Akkuladestand von alleine zum Startpunkt zurück und leitet die Landung ein.

Dieses Sicherheitsfeature, welches an Land eine große Unterstützung ist, kann auf See zu fatalen Folgen führen. Schiffe neigen leider dazu, sich auch ohne eigenen Antrieb mit der Strömung und den Wellen zu bewegen. D.h. die Position an der man den Kopter gestartet hat, ist nur in den seltensten Fällen die Stelle, an der man sich zum Zeitpunkt der Landung befindet.

Das Ergebnis ist, dass die Drohne bei einem RTH zurück zur Startposition fliegt, landet, sich dort kein Schiff mehr befindet und somit baden geht.

Nun muss man sagen, dass die heutigen Drohnen – bis auf ganz wenige Ausnahmen – wahrlich keine Wasserratten sind. Ein Kontakt mit Süßwasser kann – muss aber nicht – zum Totalschaden führen, eine Landung in Salzwasser bedeutet jedoch (fast) immer den schnellen Tod für den neune Begleiter.

CopterGUARD

Es ist ein Horrorszenario für jeden Kopterbesitzer und bereits wir haben es schon erlebt: Der Flug über dem Wasser wird zum Fiasko mit denkbar schlechten Folgen. Beim Einsatz über einem Gewässer stürzt das wertvolle Fluggerät plötzlich ab und droht zu versinken. Nach einem großen Schreck stürzt sich der Steurer in die Fluten und wird nun versuchen, die Kameradrohne noch schnell schwimmend zu retten. Leider oftmals ohne Erfolg und das Fluggerät würde in den Fluten verschwinden. Der CoprerGUARD besitzt einen signalroten Auftriebskörper, der sich beim Eintauchen ins Wasser, also ca. 2 Sekunden nach dem ersten Wasserkontakt sekundenschnell automatisch aufbläst und den Kopter an der Wasseroberfläche hält.

Solltest du auf deiner Reise mit viel Wasser in Berührung kommen, lohnt es sich über diese Aufrüstung nachzudenken.

Dokumente

Für Reisen im In- und Ausland sollte jeder Drohnenbesitzer das CE-Zertifikat (Declaration of Conformity) und die Haftpflichtversicherung im Kopterkoffer mit sich führen. Wir wurden zwar bisher diesbezüglich noch nicht kontrolliert, aber im schlechtesten Fall kann das Fehlen der Dokumente zu Geldbußen oder zur Einbehaltung der Drohne führen.

Einstellungen

Wenn du dir zum ersten Mal eine Drohne zugelegst, wirst du mit Sicherheit etwas enttäuscht über die Qualität der Fotos und Videos sein. Wer erwartet, dass er mit dem Kopter losfliegt, auf Aufnahme drückt und sofort werbereife Filme produziert, der wird sicherlich schnell seinen Kauf bereuen.

Wir empfehlen dir, die Flinte nicht sofort ins Korn zu werfen, sondern dich zunächst etwas mit der Technik zu beschäftigen.

Ein großer Einflussfaktor ist die Belichtung. Am einfachsten sieht man den Unterschied, wenn man an einem leicht bewölkten Tag zunächst ein Foto mit horizontal gestellter Kamera macht und danach die Kamera um 45° nach unten schwenkt. Da bei nach unten gestellter Kamera die Sonnenstrahlen nicht direkt auf die Linse fallen, ergibt sich eine ausgeglichenere Belichtung und ein bessere Foto.

Kopter wie der DJI Phantom 3 bieten die Möglichkeit ein Histogramm einzublenden, welches die Belichtungsintensität in einem zackenförmigen Diagramm darstellt.

Filter

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass ein Filter sich nur für Videos lohnt. Bei Fotos hast du lediglich den Effekt, dass dein Bild dunkler wird.

Aber welche Vorteile hat jetzt ein sogenannter ND-Filter (auch Graufilter genannt)?

  • Zuviel Sonne ist gerade beim Filmen lästig, da sich die Belichtungszeit auf die Bewegungsschärfe auswirkt. Mit einem Filter erzeugst du eine natürliche Bewegungsunschärfe, die deutlich näher an der menschlichen Wahrnehmung ist und als angenehmer empfunden wird.
  • Der Jello-Effekt wird verringert: Umso höher die Belichtungszeit, desto geringer die Wahrnehmung der Mikrovibrationen.

Welcher ND-Filter ist am Besten geeignet?

Kryptische Abkürzungen wie z.B. ND8 ND16 und ND32 stiften schnell Verwirrung. Dabei stehen die Zahlen lediglich für den Verlängerungsfaktor.Dabei gilt, umso höher die Zahl, umso dunkler der Filter und umso länger kann belichtet werden.

Für eine Reise in ein sonniges Land empfehlen wir dir den ND16 oder ND32.

Gesetze

Die Gesetze in den einzelnen Länder können sehr unterschiedlich sein und sich auch schnell ändern. Informiere dich am Besten vor deiner Reise, ob das Fliegen in dem jeweiligen Reisland erlaubt ist. In Ägypten zum Beispiel kann allein das Besitzen einer Drohne zu einer Gefängnisstrafe führen. Auf dem Reiseblog my-road.de findest du umfangreiche Recherchen über die aktuellen Drohnen-Gesetze in 78 Ländern.

Hunde

Drohne und Hunde sind keine gute Mischung! Diese Problematik hatten wir zunächst gar nicht auf der Agenda, bis wir beim Landeanflug am Strand von mehreren streunenden Hunden überrascht worden sind. Sie reagierten äußert aggressiv auf das ungewöhnliche Flugobjekt. Uns war klar, dass es sich schnell mit der Drohnenfliegerei erledigt haben würde, wenn wir die Landung wie geplant fortsetzen.Nach Ratlosigkeit folgte schließend Improvisation: Wir sammelten am Strand herumliegende Kokusnussschalen und befüllten diese mit unserem Mineralwasser. Schließlich waren die Hunde vom Trinken so angelenkt, dass sie die Landung kaum bemerkten. Schlussendlich gab es vier glückliche Hunde und zwei erleichterte Drohnenflieger.

Leider gibt es für so eine Situation kein Patentrezept, wir empfehlen dir aber, auf das Fliegen zu verzichten, wenn schon im Vorfeld ersichtlich ist, dass sich in deiner Nähe streunende Hunde aufhalten.

Illegal

Auch wenn in deinem Reiseland das Fliegen grundsätzlich erlaubt ist, kann es in einigen Gebieten illegal sein. In Regierungsbezirken, Militärgebieten sowie in religös und kulturell sensiblen Orten kann man in der Regel von einem Verbot ausgehen.

Jello-Effekt

Bevor du mit deinem neuen Quadrocopter direkt auf Reisen gehst, solltest du im Vorfeld ein paar Probeflüge machen. Ab und an kann es bei den Modellen zu dem sogenannten Jello-Effekt kommen. Stell dir vor du bist im Urlaub, freust dich auf deine ersten Kameraaufnahmen und das Bild wackelt horizontal hin und her – wie eine Welle. Das Problem auf Reisen zu beheben, kann sich zu einer großen Herausforderung entwickelt, da man zur Behebung des Problems in der Regel auf spezielles Werkzeug oder Ersatzteile angewiesen ist. Auf der Seite rc-quadrocopter.de findest du umfangreiche Lösungsansätze.

Kalibrierung

Die Kompasskalibrierung ist jeweils bei einem größeren Standortwechsel notwendig (> 100 km). Bei den meisten Reisen dürfte das der Fall sein. Der Kalibrierungsprozess bestimmt durch Magnetsensorik, wo sich der Norden befindet. Dieser Vorgang ist wichtig, damit dein Quadrocopter und all seine Funktionen richtig genutzt werden kann.

Luftfeuchtigkeit

Auf den Seychellen hatten wir in der Regel eine Luftfeuchtigkeit um die 80%. Durch die Temperaturschwankungen zwischen klimatisiertes Hotelzimmer und Draußen, kann sich schnell Kondenswasser ablagern und im schlimmsten Fall die Funktionsfähigkeit des Quadrocopters gefährden. Wenn du eine Reise in ein tropischen Land geplant hast, solltest du dich vorher ausreichend mit Silicagel-Beutel eindecken (das sind die kleinen Plastikkügelchen, die man auch oft in Schuhkartons findet). Im Hotelzimmer kannst du diese kleinen Beutel einfach in deinem Drohnen-Rucksack zulegen, so dass die Feuchtigkeit aufgenommen werden kann.

Beachte auch, dass Luft mit einem hohen Feuchtigkeitsanteil eine geringere Tragfähigkeit hat als trockene Luft. Das führt zu einem höheren Energieaufwand und damit zu einer kürzeren Akku-Laufzeit.

Minusgrade

Grundsätzlich kann man sagen, dass Lithium-Polymer Akkus (LiPo), welche fast alle Kopterhersteller verwenden, Kälte nicht besonders mögen. Das liegt daran, dass bei niedrigen Temperaturen der chemische Prozess in den Akkus verlangsamt wird. Die Folge ist, dass der LiPo sich schneller entlädt und die Flugzeit mit sinkender Außentemperatur abnimmt.

Die besten Belastungswerte werden bei ca. 20°C erreicht. Fliegst du bei kälteren Temperaturen, kann je nach Qualität der Akkus die Nutzungsdauer um 50% und mehr reduziert werden.

Möchtest du trotzdem im z.B. Ski-Urlaub fliegen, sollte der LiPo vorgewärmt sein (bei einem Transport im Koffer ist das kein Problem) und die Drohne nach dem Start erst einmal im Schwebeflug warmlaufen. Während des eigentliches Fluges lohnt sich hin und wieder ein Blick auf die Ladestandanzeige.

No Fly Zones

Wie in der Rubrik „Illegal“ bereits angedeutet, gibt es einige Bereiche in denen nicht geflogen werden darf. Dies können zum Beispiel Gebiete ringsum militärische Einrichtungen oder Flughäfen sein. Manche Kopterhersteller wie DJI sind dazu übergegangen, das Flugverbot in den No Fly Zones (NFZ) softwareseitig zu berücksichtigen. Hierfür wird die Drohne über Updates angelernt, wo sie fliegen darf und wo nicht. Befindet man sich in einer NFZ, wird es über die App angezeigt und der Kopter kann nicht gestartet werden.

Unserer Erfahrung nach sind jedoch noch nicht alle NFZ’s in der Software verankert und es gibt auch Gebiete außerhalb der Flugverbotszonen, in denen man nur unter bestimmten Bedingungen (Jahreszeit, Flughöhe, etc.) fliegen darf.

Wir empfehlen dir, dich auf der Seite der Deutschen Flugsicherung zu registrieren. Dort ist eine kostenlose Karte mit den geltenden Fluggebieten erhältlich. Die Karten sind leider nicht ganz leicht zu verstehen. Hier bedarf es etwas Übung und Recherche.

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Osmo

Die DJI Osmo ist zwar kein Drohne, aber dennoch möchten wir kurz darauf eingehen. Die Osmo ist eine Aktionkamera, die verwacklungsfreie Aufnahmen garantiert. Die Videos sind so fließend, dass man auch denken könnte, dass diese mit einer Drohne aufgenommen worden sind. Wie gerne wären wir mit unserer Drohne durch einen Tropenwald geflogen, aber das Risiko für einen Crash war uns einfach zu hoch. Mit der DJI Osmo hast du die Möglichkeit den gleichen „Flugeffekt“ auf Augenhöhe zu erzeugen ohne ein erhöhtes Risiko eingehen zu müssen.

Privatsphäre

Wir alle legen Wert auf unsere Privatsphäre: Der Eine mehr, der Andere weniger. Als Kopterbesitzer vergisst man schnell, dass an dem Gerät oftmals eine Kamera dranhängt, die auch aus größeren Höhen noch hochauflösende Fotos und Videos machen kann. Was für uns Normalität ist, kann auf andere Menschen schnell verschreckend und gefährlich wirken.

Das man nicht am Strand zwischen hunderte Menschen fliegen sollte, müsste klar sein, aber manchmal lässt sich die Störung der Privatsphäre leider nicht vermeiden. Da fliegt man unbedarft über einen Wald und auf einmal läuft ein Wanderer durch die Aufnahme und beschwert sich im Nachhinein.

Unsere Erfahrung ist, dass die beste Strategie immer noch die Kooperation ist. Viele Leute sind auf einmal viel gelassener, nachdem man ihnen erklärt hat, was man da macht und ein paar Aufnahmen zeigt.

Wir versuchen immer Rücksicht auf die Leute in unserer Umgebung zu nehmen und hatten bisher auch noch keine größeren Probleme. Toi Toi Toi!

Rucksack

Spätestens nach den ersten Flügen stellt man fest, dass es unfassbar nervt, die Drohne und die Fernsteuerung in der Hand transportieren zu müssen. Hinzu kommen noch ein Tablet, ein zweiter Satz Propeller, verschiedenste ND-Filter und schon reichen die Hände nicht mehr aus.

Die Frage, was das beste Behältnis für den Kopter ist, muss jeder für sich nach seinen eigenen Bedürfnissen beantworten.

Für kurze Wege und regenfreie Tage gibt es auch offene Tragegestelle für den Rücken, in denen die Drohne mit montierten Propellern getragen werden kann.

Wer seinen Kopter nur im Auto transportiert, für den empfiehlt sich ein Koffer. Diese sind sehr stabil, haben ein großes Ladevolumen und meistens passt die Drohne mit aufgeschraubten Rotorblättern rein.

Für Reisen empfehlen wir dir einen Multi-Rucksack, der den Kopter sowohl im einsatzbereiten als auch im demontierten Zustand transportieren kann. So werden rasche Ortswechsel möglich und die Aufbauzeit wird auf ein Minimum reduziert. Voraussetzung ist natürlich, dass du den Kopter im Handgepäck transportieren möchtest.

Strandsand

Sand und rotierende Bauteile verstehen sich nicht besonders gut. Gleiches gilt für andere feinkörnige Stoffe, die beim Starten und Landen aufgewirbelt werden und in die Motoren kommen können.

Ob und welche Vorsichtsmaßnahmen man in solchen Fällen trifft, muss jeder für sich entscheiden. Wir sind bisher im Sand ohne Unterlage geflogen und mussten glücklicherweise noch keine Schäden vermelden.

Wir empfehlen dir trotzdem sicherheitshalber am Strand eine Decke auszulegen oder eine spezielle Landeplattform zu bauen/kaufen.

Transport

Wie du die LiPos für die Flugreise vorbereitest, findest du in der Rubrik „Akkus“. Den Kopter selbst sollte man unbedingt im Koffer/Rucksack als Handgepäck mitnehmen und keinesfalls als Frachtgepäck aufgeben. Diese Maßnahme ist leider notwendig, da an einigen Flughäfen Frachtgepäck eher als Wurfgeschoss statt als sensible Ware behandelt wird.

Bei der Sicherheitskontrolle nimmst du wie gewohnt dein Tablet/Laptop aus dem Rucksack sowie die im LiPo-Bag eingepackten Akkus und legst sie mit auf das Laufband. Wer möchte, kann dem Personal auch noch Bescheid geben, dass sich in der Tüte Lipos befinden.

Manche Flughafenkontrolleure sehen die Propeller nicht gerne im Handgepäck, weshalb wir empfehlen, die Rotorblätter von vorneherein im Frachtgepäck zu verstauen.

Urlaub

Kopterfliegen kann süchtig machen 😀 Seitdem wir den Kopter haben, gehen wir mit viel offeneren Augen durch die Welt: Ist das ein guter Spot zum Fliegen? Welche Flugroute wäre hier am Besten? und so weiter …

Wir haben für uns festgestellt, dass man vor lauter Begeisterung, den Urlaub nicht vergessen sollte. Als Grenze haben wir uns 2 Akkulängen am Tag gesetzt, also etwa 40 Minuten. Vielleicht ist so eine Einschränkung auch etwas für dich 🙂

Versicherung

Man sagt ja über die Deutschen, dass sie es mit Versicherungen schon immer übertreiben. Beim Thema Kopter ist es aber wirklich wichtig, sich vorher damit zu beschäftigen.

In vielen Elektrogeschäften und im Internet wird dem Drohnenkäufer immer noch nicht gesagt, dass er in Deutschland unbedingt eine spezielle Haftpflichtversicherung für den Kopter benötigt.

Da die Drohnen hierzulande gesetzlich als Luftfahrzeuge eingestuft werden, unterliegen sie der Versicherungspflicht.

Grundsätzlich wird bei der Versicherung zwischen gewerblicher und privater Nutzung unterschieden. Im privaten Bereich solltest du zunächst in die Bedingungen deiner „normalen“ Haftpflichtversicherung schauen, ob Drohnen nicht doch mitversichert sind. Dies ist jedoch eher die Ausnahme. Auch ein Anruf bei der Versicherungsgesellschaft lohnt sich, um nachzufragen, ob Kopter nicht gegen einen geringen Aufpreis mit in den Versicherungsschutz aufgenommen werden können.

Je nach Versicherer können sich die Preise für die Haftpflichtversicherung drastisch unterscheiden, sodass sich ein Preisvergleich wirklich lohnt. Hierfür solltest du dir überlegen, wo du fliegen möchtest (Inland, EU oder weltweit) und ob vielleicht noch der Partner oder das Kind mitversichert werden sollen. Als Richtwert kannst du 50-80 EUR Jahresbeitrag anpeilen.

Das Fliegen ohne Haftpflichtversicherung ist auf jeden Fall fahrlässig und kann zu Bußgeldern und bei Unfällen zu hohen Kosten führen.

Wasser

Du solltest aufgrund von möglichen Luftverwirbelungen und unerwartet hohen Wellen nicht zu nah über der Wasseroberfläche fliegen und falls vorhanden das Vision Positioning System des Kopter deaktivieren. Das machst du, indem du auf „MC-Settings“, dort auf „Advanced Settings“ gehst und dann „Vision Positioning System“ausschaltest. Der Kopter könnte sonst seine Orientierung verlieren, da spiegelnde Oberflächen wie Wasser das System verwirren.

Yellowstone-Nationalpark

Es häufen sich immer mehr Verbote von touristisch genutzten Drohnen in Nationalparks. Beispielsweise kann die Missachtung des Aufstiegsverbotes im Yellowstone-Nationalpark mit bis zu sechs Monaten Gefängnis geahndet werden.

Zubehör

Wie oft mussten wir uns unter Palmen verkriechen, um nur annähernd etwas auf dem Display sehen zu können. Solltest du in ein sonniges Land reisen, empfehlen wir dir unbedingt eine Sonnenblende für dein Smartphone oder Tablet.

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  • 1 x Multifunktionsrucksack
  • 1 x Sonnenblende
  • 1 x ND32-Filter
  • Dokumente (CE-Zertifikat, Haftpflichtversicherung)
  • 3 x Lipo Safe Bags
  • 1 xDecke als Abflugsunterlage (am Strand ect.)
  • 10 x Silicagel-Beutel

6 Gedanken zu “Das Reise-Drohnen ABC

  1. Betrifft Transport von Accu´s im Handgepäck. Richtig ist das man Accus auf Storage geladen bis 100 wh, ohne Begrenzung mitnehmen darf. Die Begrenzung auf 2 Accu´s gilt -160 wh. Darüber geht nur als angemeldetes Gefahrgut.

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    1. Hallo Ralf, vielen Dank für deinen Hinweis. Die Lufthansa und auch andere Fluggesellschaften begrenzen die Mitnahme gemäß Verordnung auf zwei Lipos unabhängig vom Ladezustand: (http://www.lufthansa.com/mediapool/pdf/60/media_727560.pdf). Eine pauschale Aussage, dass Akkus auf Storage geladen ohne Begrenzung mitgenommen werden dürfen, halte ich für schwierig. Welche Luftgesellschaften handhaben es so? Gerne nehme ich es als Zusatzinfo mit auf. Viele Grüße Mary

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  2. Hallo, also ich würde mit einer drohne nie versuchen in flieger zu stiegen. das endet zu 100% für lange jahre im gefängniss. es hilft nur denen die kopter fliegen stark einschränken wollen kopter unter den überbegriff „Drohne = unbemanntes militärisches Aufklärungs- und Kampfflugzeug“ zu stellen. bin gestern erst wieder angesprochen worden ob solche drohnen auch in kriegsgebieten eingesetzt würden. kurze info das der einsatz meines kopters halt modellflug ist und als drohen zumeist deutlich grössere flächenflugzeuge genutzt würden und alles war klar

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    1. Hallo Joachim, erst einmal vielen lieben Dank für dein Feedback. Du sprichst ein Thema an, welches Tobi und ich lange diskutiert haben 😀 Wir waren zu Beginn auch nicht ganz einer Meinung. Das Wort „Drohne“ ist leider sehr negativ behaftet, aber dennoch wird es im Allgemeinen auch für Quadrocopter gebraucht (siehe Drohnen-Forum.de oder drohnen.de). Vielleicht können wir mit unseren Landschaftsvideos ein kleines bisschen dazu beitragen, dass das Fliegen das Spionage-Image verliert 🙂

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